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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Parallelschalten von Doppelschwingspulenwoofern



ToaTs
30.09.2002, 15:59
Hi Leute,

hab letztens auf einer Seite gelesen, dass man Woofer parallel schalten kann, sprich die beiden + zusammenklemmen und die beiden - zusammenklemmen und dann an "einen" Kanal der Endstufe (oder halt gebrückt). Allerdings käme man so auf eine Impedanz von 2 OHM, gebrückt sogar auf 1 OHM (was die meisten Endstufen nicht aushalten). Deshalb sollte man Woofer mit Doppelschwingspule nehmen und diese parallel schalten, da man dann endgültig dann doch wider 4 OHM bzw. 2 OHM bei Brückenbetrieb hat.

Soviel zur Theorie, hab davon nix kapiert. Deshalb: Kann mir das bitte einer erklären, wie das ungefähr gemeint sein soll ???????

Dietonight
02.10.2002, 18:38
Das kommt erstmal auf die impendanz einer schwingspule an!

du kannst die die dann in reihe schalten dann verdoppelt sich der wiederstand also 4 ohm doppelschwinspule hat dann 8 ohm wiederstand

schaltest du die parallel halbiert sich der wiederstand also 4 0hm doppelschwingspule hat dann 2 ohm

verstanden?

ToaTs
02.10.2002, 20:05
verstanden?

nicht wirklich, sorry. Kannst Du mir das mal an einem praktischen Beispiel erkären ? Danke.

ToaTs
07.10.2002, 19:59
Angenommen bei einem Woofer steht nur 2x100 Watt Doppelschwingspule. Wenn ich den einzeln betreibe müsste ich doch 2x4 Ohm anschließen, oder ?

Wenn man jetzt 2 parallel schaltet dann reicht 1x4 Ohm, ist das richtig so ? Ist irgendwie alles recht verwirrend das ganze.

Dietonight
07.10.2002, 22:23
wenn eine schwingspule 4 ohm hat und der sub parallel läuft fährst du auf 2 ohm. das heißt ne mono endstufe ist bei 2 ohm an ihrem kanal.
eine gebrückte 2 kanal endstufe müßte schon ein ohm stabil sein weil sich die last verteilt

ToaTs
08.10.2002, 16:01
Mal sehen ob ich es jetzt kapiert habe:

Angenommen EINE Schwingspule hat 4 Ohm und man verwendet ZWEI Lautsprecher (hat also GESAMT 4 Schwingspulen zu je 4 Ohm).

Wenn man EINEN Lautsprecher anschließt entweder 2x4 Ohm anschließen (auf 2 Endstufenkanäle) oder 1x2 Ohm (Endstufe gebrückt), richtig ?

Schaltet man nun aber ZWEI Lautsprecher parallel so kann man entweder 4 Kanäle verwenden zu je 4 Ohm, oder 2 Kanäle verwenden zu je 2 Ohm, oder einen Kanal mit 1 Ohm, richtig ?

Und wieviel brauch ich dann LEISTUNG, wenn ich 2 Kanäle zu je 2 Ohm verwende und eine Schwingspule 100 Watt hat ? Rein rechnerisch 400 Watt (da 4 Schwingspulen). Muss ich dann 2x200 Watt reinblasen ?

Danke nochmal, ist ein anstrengendes Thema für mich. :lol: :lol: :lol:

ToeRmeL
08.10.2002, 17:54
Musst dich erst mal von einer Sache verabschieden: Eine Schwingspule hat keine 100Watt... physikalisch ist dieser Ausdruck schwachsinn und er verwirrt nur. Sie hält höchstens 100Watt an Verstärkerleistung aus (oder mehr oder weniger, je nahc Qualität)
Jetzt zu den einzelnen Schwingspulen (eigentlich kann ichs auch nur wie meine Vorredner erklären):
Angenommen du hast einen Lautsprecher mit 2 Spulen a 4Ohm. Schließt du diese Parallel an (+ zusammen und - zusammen), kommst du auf eine Impedanz von 2Ohm (die Hälfte eben) (egal welcher Anschluss am Verstärker). Schließt du sie in Reihe an (- des einen an + des andren und die verbleibenden Pole an die Stufe) verdoppelt sich die Impedanz auf 8Ohm.
Das geht mit 2x2ohm Spulen genauso (nur mit andren Werten) wie mit getrennten Lautsprechern. 2 4Ohm Lautsprecher verhalten sich genauso wie beispielsweise einer mit 2x4Ohm Doppelschwingspule.

Wie du das dann an den Verstärker anschließen kannst, hängt von selbigem ab. Musst darauf achten, dass er keine zu geringe Impedanz sieht. Wird der Lautsprecher (oder die irgendwie zusammengeschalteten Lautsprecher) gebrückt angeschlossen sieht jeder Kanal die halbe Impedanz, d.h. 4Ohm Lautsprecher -> jeder Kanal sieht 2Ohm.

Wenn dich jetzt noch der Vorteil interessiert... schwierig: Zum einen ist man flexibler, wenn man mehrere Lautsprecher an einem Verstärker betreiben möchte bzw. mit einem eine niedrigere Impedanz erreichen will, um damit mehr Leistung aus der Stufe zu holen. Man soltle aber immer bedenken, dass sich mit halbierter Impedanz zwar die Leistung theoretisch verdoppelt, sich der Dämpfungsfaktor der Stufe halbiert und somit Kontrolle der Endstufe über dne Woofer verloren geht. So entsteht dann auch der Effekt, dass eine digitale Endstufe (niedriger Dämpfungsfaktor) trotz doppelter Leistung weniger Lautstärke am Sub erzeugen kann als ne analoge mit hohem Dämpfungsfaktor. Umgekehrt geht ein Lautsprecher an ner guten analogen Endstufe mit 1kW unter Umständen nicht kaputt, wird aber von ner 500Watt digitalen ohne Kontrolle geröstet. Will digitale Endstufen nicht in Verruf bringen aber die Einzigen mit gutem Dämpfungsfaktor zur Zeit kommen von Zapco oder JL und sind teuer... sehr teuer

Mist vom Thema abgekommen :oops:

ToaTs
08.10.2002, 20:14
Erst mal DANKE für die lange Antwort !!!!!

Jetzt hab ichs kapiert:

IRGENDWAS anschließen hat meistens 4 Ohm. Parallelschalten halbiert es sich, in Reihe schalten verdoppelt es sich. Aber wird dann beispielsweise 2 Ohm gebrückt an der Endstufe angeschlossen oder 2 Ohm an einem Kanal wo normalerweise 4 Ohm rankommen ?

Vielen vielen Dank nochmal !!!!!!!!

ToeRmeL
09.10.2002, 13:58
Aber wird dann beispielsweise 2 Ohm gebrückt an der Endstufe angeschlossen oder 2 Ohm an einem Kanal wo normalerweise 4 Ohm rankommen ?

Jetzt verstehe ich die Frage net :lol: :roll:

ToaTs
09.10.2002, 18:33
OK, kommen die 2 Ohm (wie die zustande kommen ist jetzt mal egal) an EINEN Kanal (der ja eigentlich 4 Ohm hat) oder an eine gebrückte Endstufe (2 Kanäle gebrückt) ? Hat dann nicht die Endstufe wenn sie gebrückt ist auch 2 Ohm ? Dann wären das ja gebrückt 2 Ohm und Lautsprecher 2 Ohm, also keinen "Leistungsgewinn", oder ?

Kurzfassung:
Endstufe ==== Lautsprecher (2 Ohm)
--------------------------------------------------------------------------
1 Kanal 4 Ohm ==== 2 Ohm (Leistungsgewinn ???)
2 Kanäle zu je Ohm gebrückt (entstehen dann 2 Ohm) ==== 2 Ohm (kein Leistungsgewinn ???)

ToeRmeL
10.10.2002, 08:33
Nein... die Endtsufe hat zwar auch einen Innenwiderstand aber der spielt woanders eine Rolle. Somit "hat" auch kein Kanal irgendwieviel Ohm.

Wenn du deinen 2Ohm Widerstand an die Endstufe anschließen willst, kommts auf die Stufe selbst drauf an, denn diese muss den erhöhten Stromfluss, der durch den geringeren Widerstand auftritt, verkraften können. 2Ohm Gebrückt sieht jeder Kanal der Endstufe dann einen Widersatand von 1Ohm und das können nicht viele ab... außerdem geht viel an Kontrolle verloren.
Angenommmen die Endstufe xy leistet an 4Ohm 2x100Watt und ist 2Ohm stabil: folglich würde sie an 2Ohm 2x200Watt leisten (sprich an jeden Kanal je einen Widerstand von 2Ohm) bzw. an 4Ohm ca. 400Watt (ein 4Ohm Widerstand gebrückt angeschlossen). 2Ohm gebrückt lassen sich nicht anschließen, da dann jeder Kanal lediglich 1Ohm sehen würde, sie aber nur bis 2Ohm stabil läuft.

ToaTs
10.10.2002, 15:52
*klick*

Ich habs kapiert !!!!!!

Danke für die ausführliche Erklärung nochmal !!!!